21.12.2011

von B° / LP

Staatsehrenpreis

Zwanzig Bäckereien, darunter 4-Täler-Beck aus Gößweinstein, sind am 15.12. mit dem Staatsehrenpreis...

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Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk: Höhepunkt eines guten Jahres für das Bäckerhandwerk
 
Zwanzig Bäckereien aus dem gesamten Freistaat, darunter die Bäckerei Brandes - 4-Täler-Beck in Gößweinstein, sind am 15. Dezember 2011 mit dem Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk ausgezeichnet worden.

Der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, MdL übereichte die Preise persönlich und betonte in seiner Festrede: „Der Staatsehrenpreis krönt die langjährige erfolgreiche handwerkliche Qualitätsarbeit der ausgezeichneten Betriebe. Er soll den besonderen Wert ihrer Leistung und Produkte im Bewusstsein der Verbraucher und der Öffentlichkeit verankern.“ Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger, MdL a. D. verwies darauf, dass die feierliche Preisverleihung ein Jahr beschließt, in dem das bayerische Bäckerhandwerk gute wirtschaftliche Zahlen vorlegen kann: „Bei in etwa gleich bleibender Beschäftigung wird der Umsatz des bayerischen Bäckerhandwerks 2011 in einem Volumen steigen, das merkbar über der Inflationsrate liegt“. Den Kernfaktor für Erfolg des Bäckerhandwerks im hart umkämpften Backwarenmarkt stellt dabei laut Traublinger die „hohe Produktqualität“ dar.

Im repräsentativen Vierschimmelsaal der Münchner Residenz legte Staatsminister Brunner einen Schwerpunkt seiner Rede auf die regionalen Erzeugung und Vermarktung von Agrarprodukten und Lebensmitteln. Er appellierte an die anwesenden Betriebe, „wo immer das möglich ist, bayerische Rohstoffe zu verwenden, um dem Wunsch der Verbraucher nach durchgängig regional erzeugten und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu erfüllen.“ Der Minister zeigte sich überzeugt, dass das Thema Regionalität weiter an Bedeutung gewinnen werde und nannte die Betriebe des Bäckerhandwerks die „glaubwürdigsten Botschafter“ für regionale Produkte. Die über 160 Gäste dankten es ihm mit lebhaftem Applaus.

Landesinnungsmeister Traublinger nutzte den traditionellen Jahresabschluss, zu dem sich die Verleihung der Staatsehrenpreise mittlerweile im bayerischen Bäckerhandwerk entwickelt hat, um kurz auf das zu Ende gehende Jahr 2011 zurückzublicken. „Wenn nichts Außergewöhnliches mehr dazwischen kommt, wird das bayerische Bäckerhandwerk in diesem Jahr zum ersten Mal einen Jahresumsatz von mehr als 2,4 Mrd. € erzielen“, bilanzierte der Landesinnungsmeister und zeigt sich optimistisch, dass das Bäckerhandwerk auch im kommenden Jahr diesen Aufwärtstrend fortsetzen könne. Die zentrale Voraussetzung dafür sei allerdings das, wofür der Staatsehrenpreis sinnbildlich stehe – „kontinuierlich hohe Produktqualität im Kernsortiment Brot.“ Brot ist das zentrale Produkt, mit dem der Handwerksbäcker identifiziert wird, aber es ist noch viel mehr als das. „Brot ist ein Stück Kultur“, betonte Traublinger und nannte vor allem drei Initiativen, in denen sich der Landes-Innungsverband engagiert, um diese Botschaft den Verbrauchern näher zu bringen: Die Mitwirkung im Verein „Kulinarisches Erbe Bayern“, die Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Marketingagentur für Agrarprodukte und Lebensmittel des Freistaates Bayern und die Unterstützung der Bemühungen, die deutsche Brotvielfalt als immaterielles Weltkulturerbe anerkennen zu lassen.

Den Höhepunkt der Preisverleihung bildete die Überreichung der Medaillen und Ehrenurkunden an die zwanzig Betriebsinhaber, die Brunner und Traublinger gemeinsam vornahmen. Im Anschluss an die Preisverleihung konnten sich alle Gäste im angrenzenden Kaisersaal an einem Brotbuffet mit Spezialitäten der ausgezeichneten Betriebe einen eigenen Eindruck vom Qualitätsniveau der Preisträger verschaffen. Für die musikalische Begleitung sorgte das Blechbläserensemble „Die vier Hinterberger Musikanten“.




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