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Nutzung von Geobasisdaten
Die Gemeinden Mistelgau und Glashütten sind die ersten Kommunen, denen durch die Nutzung von Geobasisdaten...Besiegelt wurde im Rathaus Mistelgau die Vereinbarung zwischen VG Mistelgau und Vermessungsamt Bayreuth durch Bürgermeister Georg Birner und dem Leiter des Vermessungsamtes Karl Gläßl. Mit im Bild die beiden Geodatenansprechpartner der Behörde, Stephan Scholz (links) und Elke Nützel (rechts). Weiter im Bild VG-Geschäftsleiter Klaus Schaarschmidt und Mitarbeiter Dietmar Amschler. Foto: Jenß
Ein Luftbild entsteht durch eine fotografische Zentralprojektion. Bei einem Digitalen Orthophoto (DOP) werden diese Bildinhalte in eine orthogonale (ebene, rechtwinklige) Ansicht umgerechnet. Im Gegensatz zum Luftbild besitzt das Orthophoto somit eine maßstabsgetreue Abbildung und kann deshalb mit beliebigen Geodaten kombiniert werden.
Die Gemeinden Mistelgau und Glashütten sind die ersten Kommunen im Landkreis Bayreuth, denen durch die Nutzung von Geobasisdaten des Vermessungsamtes Bayreuth eine bessere Grundlage für die tägliche Verwaltungsarbeit in Bezug auf aktuelle Flurkarten, Luftbildern bis Color-Infrarot-Luftbildern zur Verfügung steht. Im Rathaus in Mistelgau besiegelten Bürgermeister Georg Birner und der Leiter des Vermessungsamtes, Vermessungsdirektor Karl Gläßl, die entsprechende Vereinbarung der federführend tätigen Verwaltungsgemeinschaft Mistelgau mit der Bayreuther Behörde. Auch Bürgermeister Werner Kaniewski (Glashütten) steht voll hinter dieser Sache, so Birner ergänzend. Die bayerischen Gemeinden, denen sämtliche Geobasisdaten zum günstigen Pauschalpreis unter dem Schlagwort „Flatrate für Geodaten“ zur Verfügung gestellt werden, profitieren dabei von einer Generalvereinbarung zwischen dem Finanzministerium und dem Bayerischen Städte- und Gemeindetag. Der Pauschalpreis berechnet sich nach Gemeindefläche und Einwohnerzahl. Vermessungsdirektor Karl Gläßl, stellte fest, dass die VG Mistelgau auf dem richtigen Weg ist, da viele gemeindliche Entscheidungen einen Raumbezug haben und auch viele Anfragen von Bürgern, so zum Bodenwert, welche Auflagen hat ein Bebauungsplan bis zur Frage „wo läuft meine Grundstücksgrenze“, drehen sich um Grund und Boden. Diese können künftig mit wenigen Mausklicks beantwortet werden. Geoinformationssysteme (GIS) unterstützen dabei die Kommunen. Allerdings benötigen diese Systeme digitale Basisdaten (Karten, Luftbilder und mehr), die die Bayerische Vermessungsverwaltung zur Verfügung stellt. Die VG Mistelgau mit den beiden Kommunen sind die ersten im Landkreis die mitmachen, und darüber freute sich Georg Birner in seiner Funktion als Gemeinschaftsvorsitzender, der die Vereinbarung als absolut sinnvoll bewertet. Über die technischen Details informierten die beiden Geodatenansprechpartner des Vermessungsamtes, Stephan Scholz und Elke Nützel. Scholz stellte dabei fest, dass neben digitalen Topographischen Karten der verschiedensten Maßstäbe die bereitgestellten Color-Infrarot-Luftbildern eine bessere Differenzierung der Vegetation und versiegelten Flächen bis hin zu Leitungstrassen zulassen. Damit steht seit der Einführung der digitalen Aufnahmetechnik und den drei Farbkanälen Rot, Grün und Blau (RGB) nun auch das nahe Infrarot (NIR) zur Verfügung. Es stellt die Vegetation sehr differenziert dar und lässt Rückschlüsse auf Vegetationsarten (Baumarten, Ackerflächen), aber auch Schadensbilder im Forstbereich zu. Für die Berechnung der gesplitteten Abwassergebühr bildet sie ebenfalls eine gute Grundlage, da versiegelte Flächen besser ablesbar sind als in herkömmlichen Orthophotos. Aber nicht nur digitale Landschaftsmodelle beinhaltet das Datenpaket, sondern auch digitale Geländemodelle, also die dritte Dimension, so die Fachleute, die die Eroberfläche dreidimensional als Punktwolke darstellt. Diese Daten sind unerlässlich für Planungen vor allem im Bereich des Hochwasserschutzes. Im Bereich der dreidimensionalen Gebäudemodelle sind bereits acht Millionen Gebäude in Bayern in der Höhe erfasst.
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